Nah bei den Menschen  -   zielorientiert !

Dr. Dirk Härtel: Bei Herzinfarkt keine Zeit verlieren

Bürgerversammlung der Kalldorfer SPD stößt auf reges Interesse der Bürger

Er machte deutlich, dass die Rettungsfahrzeuge durch die zahlreichen Rettungswachen in Lippe die Einsatzorte schnell erreichen könnten, so dass bei einem Verdacht auf Herzinfarkt schnelle Hilfe gewährleistet sei.
Die Mitarbeiter auf den Rettungsfahrzeugen hätten eine spezielle Ausbildung und könnten erste Hilfsmaßnahmen einleiten schon bevor der Notarzt da sei. Jedes Fahrzeug habe die notwendigen Geräte hierfür an Bord. Das DRK fahre mit seinen Fahrzeugen insgesamt 18.000 Einsatze. Wenn man die anderen Organisationen dazu rechne, verdoppele sich die Zahl. Wichtig sei, dass die Leitstelle ohne Verzögerung informiert würde.
In das gleiche Horn blies auch Dr. Härtel. Zwar überlebten in Lippe 95% der Patienten, die die Notaufnahme lebend erreichten. Trotz aller Fortschritte der letzten Jahre im Bereich der Infarktbehandlung, sei es sehr wichtig, dass der Patient die Klinik in möglichst kurzer Zeit erreiche. Das sei überlebenswichtig. Kein Abwarten, ob sich der Zustand wieder bessere, kein Umweg über den Hausarzt. Wenn die Symptome wie Schmerzen im Bereich der Brust, der Arme, des Oberbauches oder des Rückens da seien, gebe es nur eins: Sofort 112 anrufen und keine Zeit verlieren. Auf der Seite des Rettungswesens sei alles mit modernster Technik vernetzt: Rettungsfahrzeug, Notarzt und auch die Klinik. Das habe die Zeiten bis zur Einlieferung in die Klinik optimiert. Die Behandlung beginne schon im Rettungswagen. Alle notwendigen Geräte seien an Bord. Diese Fortschritte dürften durch zu langes Zögern beim Anruf nicht wieder verspielt werden,
Natürlich ging Dr. Härtel auch auf die Unsachen eines Infarktes ein. „Wenn man einmal von genetischen Veranlagungen absieht, haben es Die Menschen selbst in Hand, einen Infarkt zu vermeiden: Rauchen, Übergewicht und damit verbunden Diabetes und Bluthochdruck, Bewegungsmangel oder Stress seien beeinflussbare Ursachen.
Auch zum Gebrauch eines Defilibrators, wie ihn die Vereinsgemeinschaft für das Dorfgemeinschaftshaus anschaffen will, gab es Informationen.
Dr. Härtel:  „Das Gerät wird beim lebensbedrohlichen Herzkammerflimmern eingesetzt, Die Anwendung ist super einfach. Jeder kann das.“
Johannes Bentler bedankte sich bei den Referenten mit einem kleinen Geschenk (natürlich etwas Rotes) für einen informativen Abend.

Zurück