Kategorie: Ratsfraktion
Von: Uwe Busch
SPD Kalletal hat Sicherung der Gesundheitsversorgung im Focus
Klinikum Geschäftsführer Peter Schwarze und Dr Helmut Middeke im Gespräch mit der SPD-FraktionKalletal-Kalldorf: Über die Lage des Klinikums Lippe und die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung informierte sich die Kalletaler
SPD-Fraktion bei einer Sitzung im „Kalldorfer Brunnen“. Fachkundige Referenten waren der Geschäftsführer des Klinikums Lippe Peter Schwarze und Dr Middeke vom Krankenhaus Lemgo.
Zum Einstieg in das Thema gab es einige Kennzahlen: Mitarbeiter in Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen ca. 2700, jährlich 45.000 Patienten
stationär, Verweildauer 6,9 Tage und 175 Mio € Umsatz. Krankenhäuser
also auch ein bedeutendes Wirtschaftsunternehmen.
Um ein wirtschaftlich konkurrenzfähiges, schlagkräftiges Unternehmen, das seine Marktposition verteidigen könne, zu erhalten, habe man in der Vergangenheit dafür gesorgt, Doppelstrukturen an den einzelnen Häusern abzubauen und ihnen unverwechselbare Profile und Schwerpunkte zuzuordnen. Zusammen mit einem hervorragend organisiertem Rettungswesen und top-Mitarbeitern sei man zukunftsweisend aufgestellt und könne sich dem Wettbewerb stellen.
Natürlich habe man in den letzten Jahren massiv in den Neu- und Umbau der Kliniken investiert (Detmold: Medicum, Familienklinik, Lemgo geplant: Facharztzentrum, Parkpalette u.a.) Hinter diesen Projekten
verbergen sich Investitionen von ca. 80 Mio €. Mit dem Facharztzentrum in Detmold habe man sich erfolgreich auf Neuland begeben und die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten zugunsten der Patienten stark verbessert. Lippe, eine vernetzte Gesundheitsregion.
Die auf die Dauer ernsthaft bedrohte hausärztliche Versorgung in Kalletal wurde vom Fraktionsvorsitzenden Uwe Busch angesprochen.
„Im Bereich der hausärztlichen Versorgung zeichnet sich eine prekäre Situation durch Mangel an Nachwuchs ab. Hier muss dringend etwas unternommen werden.“ Es ergab sich eine umfangreiche Diskussion, in die eine ganze Reihe von Informationen durch die Vertreter des Klinikums einflossen: Die Situation der Hausärzte hat sich durch die
neuen Vertretungsregelungen merkbar verbessert. Das Klinikum
ist an einer dauerhaften ausreichenden Versorgung des ländlichen Bereiches auch aus Eigeninteresse interessiert und unterstützt alle Bemühungen. Es hat sich bereits eine enge Zusammenarbeit zwischen
Kassenärztlicher Vereinigung, Ärztenetz und Klinikum ergeben.
Das Problem kann nur gemeinsam gelöst werden. Hausärzte und Klinikum, eine Versorgung aus einem Guss. Die SPD plädiert für einen weiteren Abbau der zahlreichen Hindernisse und den gemeinsamen Ausbau der Kooperation.
Uwe Busch bedankte sich bei den Referenten für ein offenes, zielgerichtetes und ausgesprochen informatives Gespräch.

