Die Bevölkerungszahlen im ländlichen Bereich gehen seit Jahren zurück und werden nach übereinstimmender Meinung aller Wissenschaftler in der nächsten Zeit weiter drastisch abnehmen. Wie die Presse meldete, werden die Dörfer der Region ausbluten, die Menschen wandern ab und immer mehr Häuser stehen leer. Diese Entwicklung führt zu einer gefährlichen Ausdünnung der Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Wohnungsmarkt, Arbeitsplätze oder Grundversorgung).
Die Kalletaler Sozialdemokraten wollen die Hände nicht in den Schoß legen und etwas gegen diese Entwicklung unternehmen. Der Delegiertenkonferenz lagen dazu einige Vorschläge des SPD-Ortsvereins Kalldorf zur Beratung vor. Sie wurden einstimmig beschlossen. Kalldorfs SPD Chef Erhard Arning: “Wir haben uns bei mehreren Nachbargemeinden, die bereits auf die negative
Entwicklung reagiert haben, informiert.“ (Extertal, Hiddenhausen, Dörentrup,Oerlinghausen) Diese Gemeinden haben bereits Beschlüsse gefasst, die dafür sorgen sollen, dass Bürger nicht abwandern und Neubürger zuziehen.
Die SPD fordert also ein Programm zur Förderung des Erwerbs von Altbauten durch junge Familien (JUNG kauft ALT),was in Hiddenhausen mit großem Erfolg durchgeführt wurde.
In den Schulen sollen die Mindestgrößen der Schulklassen gesenkt werden. Kleine Klassen sind nicht nur pädagogisch von großer Bedeutung, sondern haben auch großen Einfluss auf den weiteren Bestand von Schulen vor Ort.
Auch im Bereich der Tagesstätten soll die örtliche Infrastruktur gestärkt werden. Das dritte Kindergartenjahr könnte als Einstieg in die Beitragsfreiheit von Gebühren freigestellt werden.
Uwe Busch, Fraktionsvorsitzender,:“Ich werde der SPD-Fraktion die Beschlüsse der Delegiertenkonferenz vorlegen. Wer sich nicht rührt, wird weiter zurückfallen.“ Zur Hilfe bei der Finanzierung des Programms fordern die Sozialdemokraten Unterstützung des Bundes und des Landes. “Wir fordern Geld für Kinder statt Steuergeschenke für Hoteliers und Millionärserben“, so Erhard Arning.