Für seinen Jahresbericht 2009 erhielt der Vorsitzende der Kalletaler SPD-Senioren, August Friedrich Schlüter, von den zahlreich erschienenen Vertretern viel Beifall. In der alten Schule in Westorf ließ er die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren: 4-Tagesfahrt in den Spreewald, Besuch des Tagebaus Garzweiler und eine Vielzahl von Tagesausflügen und Betriebsbesichtigungen. Die Veranstaltungen waren in der Regel so attraktiv, dass sie vorzeitig ausgebucht waren.
Ähnlich sieht es auch in diesem Jahr aus: Für die 4-tägige Fahrt auf den Darß/Fischland gibt es trotz des Einsatzes eines besonders großen Busses bereits eine Warteliste. In den Herbstferien plant Friedrich Schlüter eine Fahrt nach Bonn mit Besichtigung des Palais Schaumburg und Fahrt in das Ahrtal. Auch sind wieder Betriebsbesichtigungen (Miele) und Besuche interessanter Einrichtungen wie Justizvollzugsanstalten und die Kasernen in Augustdorf vorgesehen. In der ersten Jahreshälfte wollen sich die Kalletaler SPD-Senioren aktiv in den Landtagswahlkampf einschalten.
Gast der 1. Versammlung im neuen Jahr war Ex-Bürgermeister Klaus Fritzemeier, natürlich mit kommunalpolitischen Themen. Fritzemeier: „Die Finanzpolitik in Berlin und den Ländern bricht den Gemeinden das Genick. Die Haushalte können selbst bei äußerster Sparsamkeit nicht mehr ausgeglichen werden. Ich prognostiziere für Kalletal ein nicht mehr ausgleichbares Millionendefizit."
Mit großem Interesse folgten die SPD-Senioren auch den Ausführungen des Ex-Bürgermeisters zur Schulpolitik: „Die Kinder- und damit Schülerzahlen gehen durch den Geburtenrückgang und das Schulwahlverhalten der Eltern weiter massiv zurück. Das kann nicht ohne Folgen für unsere Schulen bleiben. Junge Eltern werden nur in Kalletal bleiben, wenn wir ihnen ein attraktives Schulangebot machen können. Wer die Hände in den Schoß legt und alles beim Alten lässt, sorgt bei der Einwohnerzahl für weiteren Aderlass.“
Über die aktuelle Kommunalpolitik ließen sich die Senioren von Fritz Meißner , dem Varenholzer Ratsmitglied informieren. Der Dank der Versammlung galt insbesondere Irmgard Schlüter, die für reichlich Kaffee und Kuchen gesorgt hatte.